Medienlog 23. Mai 13
Business as usual. Deswegen heute ein kommentarloses Medienlog. Viel Spaß beim Lesen!
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In den USA kämpfen Tageszeitungen bekanntermaßen schon länger ums Überleben. Umso erfreulicher klingt es, wenn zwei durch Öl sehr reich gewordene Brüder bereit sind, dort zu investieren. Allerdings sind die Kochs fest davon überzeugt, dass Medien viel zu links sind. Als Finanziers der Tea-Party-Bewegung suchen sie die Möglichkeit, ihre politischen Überzeugungen breit zu streuen. Sie sind nicht die ersten Superreichen, die aus diesem Grund in Medien investieren.
Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog:
Ein schlecht gelaunter Promi auf einer Talkshow-Couch – das war in den vergangenen Tagen kein Thema fürs Medienlog. Jetzt ist Katja Riemann doch hier eingezogen, weil es um das Thema geht: Was wird vor solchen Sendungen abgesprochen? Und was passiert, wenn diese Absprachen nicht eingehalten werden?
Der WAZ-Konzern und seine Streichmaßnahmen sind ein Dauerthema im Medienlog, und das wird sich vermutlich nicht so bald ändern. Ach ja, man hat sich in Funke Mediengruppe umbenannt, um die Tradition als Familienunternehmen zu betonen. Und die Geschäftsführer haben auch entdeckt, dass Mitarbeiter ganz, ganz wichtig für ein Unternehmen sind. Deshalb weinen sie in einem internen Schreiben an die Belegschaft auch dicke Krokodilstränen, dass sie jetzt schon wieder 200 davon auf die Straße setzen müssen. Demnächst sicher mehr aus diesen traurigen Gefilden.
Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog:
Es ist vollbracht: In Großbritannien haben sich die Parteien auf neue Richtlinien für eine Presseaufsicht geeinigt: Sie soll unabhängig sein auf freiwilliger Basis funktionieren, sich um Beschwerden kümmern und Medien ggf. dazu verdonnern können, Gegendarstellungen zu drucken. Klingt alles bekannt? Anders als bei uns soll die Institution bei schweren Verstößen auch Strafen gegen die Medienhäuser verhängen können – bis zu einer Million Pfund. Ob die Verlage mitmachen, wollen sie noch prüfen. Sie fürchten eine Einschränkung der Pressefreiheit.
Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog:
Heutzutage entstehen unzähligen Handyvideos nebenbei, und manche davon sind echte Zeitdokumente. Es fehlen aber Regelungen, wie so was archiviert wird.
In einem Bereich haben die allgegenwärtigen Handykameras die Berichterstattung massiv verändert – aus bestimmten Kriegs- und Krisengebieten bekommen wir inzwischen vorwiegend solche Bwegsbilder. Ist da gut oder schlecht, jeder “Kriegsberichterstatter kann”, wie es beim Deutschlandradio heißt?
Dazu passt auch ein anderes Thema ganz gut: In den USA wird darüber diskutiert, dass gerade Onlinemedien von ihren Freelancern oft kostenlose Arbeit erwarten.
All dies und mehr heute neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.
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