Die "New York Times" wird ihren europäischen Ableger "International Herald Tribune" aus dem Netz nehmen. Der Schritt ist hart für die Angestellten, aber folgerichtig - schließlich kann man die Web-Seite des Mutterblattes überall auf der Welt lesen.
Eine Sprecherin der Online-Ausgabe der "New York Times" bestätigte gegenüber dem US-Magazin "Forbes" den Schritt. Dieser habe aber "absolut, definitiv nichts mit Kosteneinsparungen zu tun". In einem internen Schreiben war laut "Forbes" zu lesen, man werde "harte Entscheidungen über die Arbeitspläzte" bei der "Tribune" (IHT) treffen müssen. Man werde sich aber bemühen, Mitarbeiter anderweitig unterzubringen.
Die "International Herald Tribune", die als "globale Ausgabe der New York Times" eingeführt worden war, führt im Netz ein Schattendasein, wenn man die Zugriffszahlen mit denen des Mutterschiffs vergleicht. Laut den Marktforschern von comScore erreichte die "Times" im Netz im August 19,4 Millionen Leser (unique user), IHT.com dagegen nur 2,5 Millionen. Dazu kommt, dass die Mehrheit dieser Lesern nicht wie eigentlich geplant aus dem Ausland stammt: Auch die Leser der IHT sind überwiegend US-Amerikaner, die teilweise allerdings in Übersee leben.
Was nun mit der in Paris hergestellten Printausgabe der IHT geschehen soll, bleibt abzuwarten.
cis
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