Emig
Zwei Jahre und acht Monate Haft
Der Ex-Sportchef des Hessischen Rundfunks wurde vom Frankfurter Landgericht wegen Korruption verurteilt. Er habe sich der Untreue und Bestechlichkeit schuldig gemacht.Emig legt Revision gegen das Urteil ein.

Der frühere TV-Journalist Jürgen Emig muss für fast drei Jahre in Haft. Das entschied das Gericht in Frankfurt. Sein Mitangeklagter, der ehemalige SMP-Geschäftsführer Harald Frahm (64) wurde wegen Bestechung und Beihilfe zur Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Wegen des langwierigen Verfahrens gelten fünf Monate der Haftstrafe bereits als verbüßt. Emig wird gegen seine Verurteilung in Revision gehen. Sein Anwalt Stefan Bonn bestätigte entsprechende Informationen von Sport Bild online.
Als Ressortleiter hatte der 63-Jährige laut Anklage zwischen 2001 und 2004 mehr als eine halbe Million Euro aus Schmiergeldern und Schleichwerbung in die eigene Tasche gewirtschaftet. Das Gericht erklärte, Emig habe den Hessischen Rundfunk um mindestens 285.000 Euro geschädigt.
Emig hatte in dem Verfahren die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Er war über seine Frau verdeckt an der Vermarktungsagentur SMP beteiligt, die Produktionszuschüsse von Sportveranstaltern für Sendungen kassierte.
In ihrem Plädoyer hatte die Anklage dreieinhalb Jahre Haft für den Journalisten gefordert, die Verteidigung dagegen lediglich eine Bewährungsstrafe beantragt.





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