Donnerstag, 08. Januar 2009, 15:12:29 Uhr, NZZ Online
(epd) Weitere 100 Millionen Dollar will Rupert Murdochs Medienunternehmen News Corp. ins indische Fernsehen stecken. Innerhalb von zwölf Monaten sollen sechs neue Fernsehkanäle gestartet werden, teilte Murdoch in Mumbai mit. Er hatte neben Mumbai auch die indische Hauptstadt Delhi besucht. Dort traf er sich mit Ministerpräsident Manmohan Singh und Sonia Gandhi, der Vorsitzenden der regierenden Kongresspartei, und telefonierte mit dem konservativen Oppositionsführer L. K. Advani. Dabei dürfte es vor allem um die Beschränkungen für ausländische Investoren bei indischen Medien gegangen sein. Insbesondere ist der Anteil ausländischer Teilhaber bei Tageszeitungen und Zeitschriften auf 26 Prozent begrenzt. Er werde nicht in Presseunternehmen investieren, solange die Begrenzungen für ausländisches Kapital in Indien noch bestünden, sagte Murdoch.
Murdoch traf vor allem Manager seiner in Indien operierenden Firma Star India und Geschäftspartner wie Ratan Tata, den Chef des Tata-Konzerns. Mit Tata betreibt News Corp. die digitale TV-Satellitenplattform Sky Tata. Star India verfügt über 17 Fernsehkanäle in Indien, die über Kabel und Satellit verbreitet werden.
In Mumbai startete Murdoch auch einen neuen indischen Börsenindex, den Dow-Jones-India-Titans-Index, mit zunächst 30 führenden indischen Firmen. Robert Thomson, der neue Chefredaktor des «Wall Street Journal», hatte bereits angekündigt, die Zahl seiner redaktionellen Mitarbeiter und jener von Dow Jones Newswires in Indien von 25 auf 70 zu erhöhen.
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