Bundesliga: Liga erstaunt über Kartellamt
Der Zoff um die Vermarktung der Fernsehrechte der Fußball-Bundesliga ab der Spielzeit 2009/2010 nimmt immer schärfere Töne an. Nachdem das Bundeskartellamt Ende vergangener Woche einen weiteren Kompromiss-Vorschlag der Deutschen Fußball Liga (DFL) abgelehnt hat, will die DFL nun den Rechtsweg beschreiten. Medienberichten zu Folge kündigte DFL-Chef Christian Seifert darüber hinaus an, Hilfe bei der Politik zu suchen, da die Liga für ihre Entscheidungen rechtliche Klarheit benötige.Der zuletzt vom Bundeskartellamt abgelehnte Vorschlag sah vor, dass die DFL die Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen vor 20 Uhr selbst produziert und auf ihrem eigenen Ligakanal im digitalen Fernsehangebot in der Zeit zwischen 19:30 und 20 Uhr ausstrahlt. Darin sah das Bundeskartellamt noch keine angemessene Beteiligung der Verbraucher an den Vorzügen des Kartells, das aus der Zentralvermarktung der Bundesliga entsteht.

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Die Klage gegen das Kartellamt soll nach weiteren Beratungen mit den Anwälten der DFL erfolgen. Fraglich ist weiterhin, nach welchem Modell die Bundesliga künftig vermarktet werden wird und ob Leo Kirch mit seiner Firma Sirius an Bord bleibt. Schließlich wird es mit jedem Tag, den sich die Ausschreibung verzögert, schwieriger die garantierte Summe von 500 Millionen Euro pro Spielzeit zusammenzubringen.


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