Deutschland lauschte Obama: Fünf Sender übertrugen am Donnerstag die Rede des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten live im deutschen Fernsehen. Rund 4,7 Millionen Zuschauer schalteten bei ARD und ZDF ein.
Berlin - An Traumquoten, wie sie Thomas Gottschalk mit seiner Samstagabend-Sendung "Wetten, dass ... ?" erreicht, kam der designierte amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama bei seinem ersten Auftritt in Deutschland nicht heran. Die Gottschalk-Show schalten meistens mehr als zehn Millionen Deutsche ein. Den Auftritt des demokratischen Senators verfolgten am Donnerstagabend aber immerhin rund 4,7 Millionen Menschen - allein in den ersten beiden Programmen ARD und ZDF.
In der ARD verfolgten die einstündige Sondersendung ab 18.52 Uhr durchschnittlich 1,96 Millionen Zuschauer. Das sei ein Marktanteil von 10,7 Prozent, teilte das Erste am Freitag mit. Normalerweise zeigt der Sender um diese Uhrzeit "Das Quiz" mit Jörg Pilawa.
Die "Tagesschau" um 20 Uhr hatte mit 4,16 Millionen (19,0 Prozent) zwar mehr Zuschauer als die Obama-Rede, musste sich die Gunst des Publikums aber auch nicht mit anderen direkten Konkurrenzprogrammen teilen.
Obamas Rede war ein bundesweites Medienereignis. Gleich fünf Sender übertrugen live von der Berliner Siegessäule: neben den Nachrichtenkanälen Phoenix, n-tv und N24 auch die beiden öffentlich-rechtlichen Flaggschiffe ARD und ZDF.
Die ARD wurde sogar noch vom ZDF im Quotenkampf geschlagen. Das Zweite schalteten ab 19.15 Uhr im Schnitt 2,74 Millionen Zuschauer ein. Der Mainzer Sender hat mit der 60-minütigen Live-Berichterstattung nach eigenen Angaben 13,7 Prozent Marktanteil erreicht. Die Vorberichte von der Siegessäule zwischen 18.45 und 19.00 Uhr sahen 1,62 Millionen Zuschauer (Marktanteil 10,6 Prozent).
Am Ort des Geschehens kamen zudem etwa 200.000 Berliner zusammen, die sich Obamas Rede live anschauten.
chc/ddp
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