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Verwirrspiel um «Klosterfrau»-Firma:: 

ARD trennt sich von Hademar Bankhofer

24. Jul 2008 16:37
Hademar Bankhofer, hier beim Musikantendampfer des rbb
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Das «Morgenmagazin» muss fortan ohne seinen Gesundheitsexperten Prof. Bankhofer auskommen. Der 67-jährige Medizinjournalist steht unter dem Verdacht der Schleichwerbung.

ARD-Aus für den beliebten Gesundheitsexperten Hademar Bankhofer. Der 67-jährige Medizinjournalist aus Österreich, der in der Service-Rubrik des ARD-«Morgenmagazins» zu sehen war, wird dort nicht mehr auftreten, wie der WDR in einer Pressemitteilung erklärt. Grund dafür sei «der Anschein auf Schleichwerbung u.a. für Produkte aus dem Gesundheitsbereich», heißt es.

Problematisch wurde es für den Sender, nachdem Bankhofer gegenüber dem WDR - der das «Morgenmagazin» produziert - unterschiedliche Aussagen zu dem Sachverhalt gab, wie es nun heißt. Bankhofer hatte der Redaktion des ARD-Morgenmagazins am Mittwoch schriftlich versichert, dass er «mit keiner Firma, die mit dem Thema Gesundheit, Nahrungsergänzungen und Arzneimittel - zu tun hat, einen Werbe- und PR-Vertrag habe und von Seiten einer Firma für seine Arbeiten kein Geld geflossen sei».

Auf eine erneute Nachfrage des WDR hin räumte er dann am Donnerstag ein, mit der Firma MCM Klosterfrau einen Beratervertrag abgeschlossen zu haben. «Damit kann aus Sicht des WDR der Anschein von Schleichwerbung nicht ausgeschlossen werden», heißt es in der Pressemittelung. Die Zusammenarbeit sei mit dem heutigen Donnerstag beendet worden, der Sachverhalt selbst müsse noch aufgeklärt werden. Dem WDR war der Beratervertrag nach eigenen Angaben nicht bekannt.

An den Sender seien auch keine Gelder geflossen. Bankhofer, studierter Psychologe und Publizist, ist nicht nach deutschem Recht promoviert und hat auch nicht Medizin studiert. Der von ihm verwendete Professorentitel ist eine Ehrehrbietung, der ihm in seiner Heimat Österreich verliehen wurde. Ins Rollen gebracht wurde die Geschichte möglicherweise von einem Video, das auf Youtube zu sehen ist und in der Bloggerszene diskutiert wird. Dort werden die Schleichwerbe-Vorwürfe gegen Bankhofer mit diversen Ausschnitte aus seinen Fernsehsendungen illustriert.(nz)

 
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