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24.07.2008
 

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VERDACHT AUF SCHLEICHWERBUNG

WDR feuert Gesundheitsberater Bankhofer

Der Verdacht wiegt schwer: Hademar Bankhofer, Gesundheitsberater im ARD-"Morgenmagazin", könnte Schleichwerbung betrieben haben. Der WDR hat deshalb die Zusammenarbeit mit ihm beendet. Bankhofer bestreitet die Vorwürfe.

Köln - Die Zusammenarbeit sei am Donnerstag beendet worden, teilte der WDR mit. Der Grund für die Trennung: "Anschein auf Schleichwerbung unter anderem für Produkte aus dem Gesundheitsbereich".

Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer: Verdacht mit Folgen
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RBB

Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer: Verdacht mit Folgen

Außerdem habe Bankhofer gegenüber dem Sender unterschiedliche Aussagen zu dem Sachverhalt gemacht. Bankhofer war Gesundheitsexperte in der Service-Rubrik des ARD-Morgenmagazins.

Der WDR erklärte, nachdem am Dienstag erste Hinweise auf Auffälligkeiten eingegangen seien, habe Bankhofer der Redaktion des ARD-Morgenmagazins am Mittwoch schriftlich versichert, dass er "mit keiner Firma, die mit dem Thema Gesundheit, Nahrungsergänzungen und Arzneimittel zu tun hat, einen Werbe- und PR-Vertrag habe und von Seiten einer Firma für seine Arbeiten kein Geld geflossen sei".

Auf erneute Nachfrage des WDR habe er dann am Donnerstag bestätigt, mit der Firma MCM Klosterfrau einen Beratervertrag abgeschlossen zu haben.

"Damit kann aus Sicht des WDR der Anschein von Schleichwerbung nicht ausgeschlossen werden", erklärte der Kölner Sender. Der Sachverhalt werde im einzelnen noch aufgeklärt. Dem WDR sei der Beratervertrag nicht bekannt gewesen, an den Sender seien auch keinerlei Gelder geflossen.

Bankhofer sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, er sei "enttäuscht vom WDR", weil er nicht versucht habe, "diesen Verdacht aufzuklären". Er habe niemals Schleichwerbung betrieben. Seinen Vertrag mit MCM Klosterfrau habe er erst einen Tag später erwähnt, da der WDR nach einem PR-Vertrag gefragt habe - "ich habe aber einen Beratervertrag". Er werde nicht gegen die Vorwürfe vorgehen. "Ich kann mich ja nicht wehren." Er könne "nichts tun, außer traurig zu sein".

bfr/AP/AFP




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