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04.07.2008
 

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DIGITALREFORM

ZDF will eine Verjüngungskur

Alt, älter, ZDF: So in etwa lautet der demographische Dreiklang, wenn es um den Altersschnitt der Zuschauer des Zweiten Deutschen Fernsehens geht. Nun sucht der Sender seine Jugend im Digitalen - und baut dort seine Programme um.

Mainz/Hamburg - Nicht allein TV-Entertainer Harald Schmidt verspottet das Zweite Deutsche Fernsehen gerne mal als Seniorenveranstaltung. Dem will der Sender jetzt zumindest mit seinen digitalen Programmen entgegenwirken: Um die unter 50-jährigen Zuschauer besser zu erreichen, soll der digitale Doku-Kanal des ZDF zu einem Programm für junge Familien umgebaut werden. Das kündigte Intendant Markus Schächter am Freitag vor dem Fernsehrat des Senders an.

ZDF-Intendant Schächter: Will eine digitale Verjüngungskur
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DPA

ZDF-Intendant Schächter: Will eine digitale Verjüngungskur

Mit seinen digitalen Kanälen, so Schächter, wolle das ZDF vornehmlich Zuschauer zwischen 25 und 50 Jahren sowie deren Kinder erreichen.

Sonderlich erfolgreich, gestand der Fernsehmann ein, ist man allerdings noch nicht mit dem Versuch, die ZDF-Zuschauerschaft zu verjüngen: Dem Sender sei es bisher nicht gelungen, den Altersschnitt zu senken, sagte Schächter. Der ZDF-Zuschauer ist im Schnitt älter als 61 Jahre - und liegt damit rund 20 Jahre über dem deutschen Bevölkerungsdurchschnitt.

Schächters Verjüngungskur schließt noch weitere Maßnahmen ein: Der ZDFtheaterkanal soll zu einem digitalen ZDFkulturkanal werden und Formate für ein jüngeres Publikum anbieten. Das Angebot in Bereichen wie Theater, Ballett, Konzert, Performance-Kultur soll um Bildungsangebote ergänzt werden und sich für jüngere Themen öffnen, etwa mit einer täglichen Jugendkultursendung.

Auch das Nachrichtenportal "heute.de" soll mehr auf die Bedürfnisse des jüngeren Publikums zugeschnitten werden. Wie genau das aussehen soll, bleibt abzuwarten. Wohl auch vor dem Hintergrund der Verhandlungen über den neuen Rundfunkstaatsvertrag bemühte sich Schächter klarzustellen, dass die geplanten Veränderungen aus dem laufenden Betrieb finanziert werden. "Es geht nicht um eine 'Expansion', sondern um eine Anpassung der Angebote des ZDF an die Erfordernisse der digitalen Welt", sagte er.

Die Bundesländer wollen die öffentlich-rechtlichen Internet-Aktivitäten im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag regeln. Das ZDF war im Mai aufgefordert worden, entsprechende Programmkonzepte auszuarbeiten. Diese sollen in der nächsten Sitzung im Oktober abschließend vom ZDF-Fernsehrat behandelt werden.

tdo/AP/dpa





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