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MedienDicke Luft bei ProSiebenSat.1
"Sparmaßnahmen sind die falsche Strategie, sie führen in die Sackgasse und verstellen den Blick auf das Entscheidende", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Brief von Betriebsräten aus München und Berlin. Stattdessen müsse es um bessere Formate, höhere Quoten und mehr Werbeeinnahmen für das Unternehmen gehen. Nur steigende Umsätze ermöglichten den Abbau der Zinslast und die Rückzahlung der hohen Kredite für den Erwerb der europäischen Senderkette SBS, so der Betriebsrat weiter. Das "Geschäftsgebaren" der ProSiebenSat.1-Mehrheitseignern KKR und Permira schade Mitarbeitern und Kleinaktionären. ProSiebenSat.1 muss nach dem SBS-Kauf im vergangenen Sommer Schulden in Höhe von 3,5 Milliarden Euro verkraften. Erschwerend hinzu kommt, dass im ersten Quartal das operative Ergebnis des Konzerns wegen sinkender Werbeeinnahmen und schwacher Quoten auf dem Heimatmarkt um ein Viertel eingebrochen ist. Der scheidende ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch hatte daraufhin erneute Einsparungen in Höhe von 70 Millionen Euro angekündigt. Die "überwältigende Mehrheit" dieser Pläne werde man durch die Reduzierung von Programmkosten umsetzen, etwa über die vermehrte Ausstrahlung von Wiederholungen, sagte ein Unternehmenssprecher. Zu einem "massiven Stellenabbau" werde es dagegen nicht kommen. Die Betriebsräte hatten in dem Schreiben von einem geplanten Abbau von 155 Stellen gesprochen. "Wir können diese Zahl nicht nachvollziehen, sie ist definitiv zu hoch", sagte der Konzernsprecher. [ veröffentlicht am 04.07.2008, 09:45 - ps ] |
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