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  • 4. Juli 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Weniger Lohn für TV-Stars

    Weniger Lohn für TV-Stars

    Niederländische Regierung will nicht mehr Programme sponsern

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    (epd) Die niederländische Regierung wird die Spitzengehälter von Stars beim öffentlichen Rundfunk drastisch kürzen. Künftig sollen Moderatoren, Discjockeys oder Starreporter nicht mehr als 200 000 Euro pro Jahr verdienen dürfen, kündigte der für Medien zuständige Minister Ronald Plasterk im niederländischen Radio an. Bei den niederländischen Rundfunkanstalten werden Spitzengehälter von bis zu einer halben Million Euro pro Jahr bezahlt. Dies hatte bei Politik und Bürgern heftige Empörung ausgelöst. Laufende Verträge würden nicht geändert, sagte der Minister. Sobald die Betroffenen jedoch ihre Verträge verlängerten, müssten sie mit deutlichen Einbussen rechnen. «Ich fühlte mich unbehaglich», erklärte Plasterk jetzt. «Warum soll ein Journalist, der den Premier interviewt, mehr verdienen als dieser?» In der vergangenen Woche hatte die Regierung beschlossen, alle Gehälter im öffentlichen und semiöffentlichen Dienst zu begrenzen. Als Maximum-Norm gilt nun das Einkommen des Ministerpräsidenten von zurzeit 180 000 Euro im Jahr.

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    Weiter wurde bekannt, dass die niederländische Regierung nicht mehr als Sponsor von Fernsehprogrammen auftreten wird. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, hatten einzelne Ministerien ausgewählte Programme mitfinanziert. 2006 und 2007 erhielten öffentliche und private Sender insgesamt 11,8 Millionen Euro an staatlichen Sponsorengeldern. Auf diese Weise sollten Bürger über die Regierungspolitik informiert werden, «so dass sich diese selbständig ein Urteil bilden konnten», sagte der Sprecher. So hatten Programme über Europa, Ausländerpolitik und Umweltfragen Extrageld bekommen. Allerdings erhielt auch der Wetterbericht des Privatsenders SBS 6 12 500 Euro aus dem Budget des Integrationsministeriums. Der Bericht wurde von einem Tennisklub ausgestrahlt, «der die Integration von Ausländern fördert». Das SBS-6-Programm «Shownieuws» erhielt 90 000 Euro für Interviews mit prominenten Niederländern, die über ihre multikulturelle Liebesbeziehung sprachen.

     


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