ERSTELLT 04.07.08, 07:06h
Am Tag der Kirch-Pleite (8. April 2002) betrug der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 noch 11,22 Euro. Am 29. Mai 2003 markierte die Aktie dann ihren bisherigen Tiefpunkt bei 4,10 Euro.
Im August 2003 erwarb die Saban Capital Group die Mehrheit der Stimmrechtsaktien für je 7,50 Euro, also einem Gesamtwert von etwa 525 Millionen Euro.
Am 14. Dezember 2006 übernahmen KKR / Permira für 28,71(!) Euro je Aktie die Anteile der Investorengruppe um Haim Saban, das entspricht einem Kaufpreis von 3,1 Mrd. Euro
Am 3. Juli 2007 wurde der SBS-Kauf vollzogen. Der kreditfinanzierte Kaufpreis betrug 3,3 Mrd. Euro. Einen Tag später markierte die Aktie mit 30 Euro ein neues Hoch.
Dann folgte ein unvergleichlicher Abstieg , der mit einem Aktienkurs von derzeit etwa sechs Euro einen neuerlichen Tiefpunkt der Talfahrt erreichte!
Wenn der Unternehmenswert„Maß aller Dinge“ einer börsennotierten Aktiengesellschaft ist, wird es Zeit, sich den Realitäten zu stellen. Das Geschäftsgebaren der Finanzinvestoren schadet der ProSiebenSat.1 Group, sowohl den Kleinaktionären als auch den Mitarbeitern. (...) Überschuldung des Unternehmens, überhöhte Dividendenausschüttungen, Aktienrückkäufe und Kosteneinsparungen sind nicht im Interesse des Konzerns und seiner Mitarbeiter. Wir erwarten deshalb vom Vorstand, seiner Aufgabe gerecht zu werden und wieder im Sinne des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ zu handeln
Die Betriebsräte ProSiebenSat.1
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