20. November 2008
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Medien

Depenbrock triumphiert über seine Redaktion

Akt der Verzweifelung: In der "taz" suchte die Redaktion der "Berliner Zeitung" heute nach einem neuen Verleger.
Der doppelte Depenbrock bleibt: Das Arbeitsgericht Berlin hat die Funktion des Montgomery-Statthalters als Chefredakteur und Geschäftsführer der "Berliner Zeitung" bestätigt. Depenbrock war von Anfang an siegesgewiss und setzte unmittelbar vor der Verhandlung noch eins drauf: Die negative Öffentlichkeit um sein Blatt sei ihm inzwischen "wurscht". W&V-Redakteurin Judith Pfannenmüller war im Gerichtssal dabei.

Schon lange, bevor der Prozess heute morgen in Saal 334 des Arbeitsgerichts Berlin losging, drängten sich Journalisten und Redakteure der Berliner Zeitung im Foyer des Verhandlungssaales. Das Gericht soll entscheiden, ob eine Doppelfunktion Josef Depenbrocks als Geschäftsführer und Chefredakteur der "Berliner Zeitung" gegen das Redaktionsstatut verstößt.

Depenbrock gab sich schon vor der Verhandlung siegesgewiss: Er habe eine "rechtmäßige Funktion", und sei sicher dass er obsiegen werde. Die negative Öffentlichkeit um die "Berliner Zeitung" sei ihm inzwischen "wurscht", so Depenbrock wörtlich.

Schon in den ersten Verhandlungsminuten machte Richter Andreas Dittert klar, dass es juristisch schwierig werden könnte, aus dem Redaktionsstatut der Berliner Zeitung einen Anspruch auf Trennung von Depenbrocks Ämtern abzuleiten.



 

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