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„Kurier“ überprüft Mitarbeiter

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Auch der „Berliner Kurier“ wird jetzt seine Mitarbeiter auf eine mögliche Stasi-Tätigkeit hin überprüfen lassen. Zwar sei kein solcher Fall entdeckt worden. „Aber wir sind durch die Vorgänge bei der ,Berliner Zeitung‘ alarmiert“, sagte Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer.

Ende März war bekannt geworden, dass zwei Redakteure der „Berliner Zeitung“ früher als „Informelle Mitarbeiter“ für die Stasi gearbeitet haben. Beide Zeitungen erscheinen im Berliner Verlag. Im Gegensatz zur „Berliner Zeitung“ seien die Mitarbeiter des „Kurier“ allerdings nie auf eine mögliche Stasi-Vergangenheit hin überprüft worden, sagte Buschheuer: „Obwohl das längst hätte gemacht werden müssen.“ Der „Berliner Kurier“ entstand 1990 aus dem SED-Blatt „BZ am Abend“. Ein Großteil der Mitarbeiter habe das Blatt nach der Wende verlassen.

Wie auch bei der „Berliner Zeitung“ soll jetzt unter der Leitung von Johannes Weberling, Anwalt und früher Personalchef des Berliner Verlags, eine Forschunsgruppe der Europa-Universität Viadrina die Akten der „Kurier“-Mitarbeiter untersuchen. Mit Ergebnissen wird im Spätsommer gerechnet, sie sollen auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Sonja Pohlmann

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 10.05.2008)
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