| 07.05.2008
17:54 Uhr
|
Drucken | Versenden | Kontakt
|
 |
Möchte die Autorität der Geschäftsführung garantieren: Bernd Kundrun. Foto: dpa
Im Interview: Bernd Kundrun
"Ich warte jetzt"
Der Gruner + Jahr-Chef spricht über Führungsprinzipien beim Spiegel-Verlag - und über das Festhalten an Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank.
Interview: Christopher Keil
|
|
SZ: Herr Kundrun, wann haben Sie das letzte Mal mit Geschäftsführern der Mitarbeiter KG des Spiegel-Verlages gesprochen? Bernd Kundrun: Wir hatten eine Gesellschafterversammlung (23.4.) zwei Tage bevor bekannt wurde, dass die Mitarbeiter KG nicht mehr hinter dem Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank steht. Auf dieser Gesellschafterversammlung haben alle Gesellschafter einvernehmlich den Geschäftsführer entlastet. SZ: Die KG-Geschäftsführung hat am Mittwoch dieser Woche in der Jahresversammlung der Stillen Gesellschafter des Spiegel-Verlages erklärt, dass Sie und Ihr G + J-Vorstandskollege Achim Twardy umgehend informiert worden seien über das Votum gegen Frank. Kundrun: Das ist so nicht richtig. Das öffentlich gewordene Meinungsbild der Mitarbeiter KG war uns so nicht bekannt. SZ: Die Mitarbeiter KG hält 50,5 Prozent, aber nur mit Gruner + Jahr (25,5 Prozent) können grundlegende Unternehmensentscheidungen wie die Absetzung eines Geschäftsführers getroffen werden. Wie definieren Sie die Gesellschafter-Rolle von G + J beim Spiegel? Kundrun: Wir wollen die Unabhängigkeit und Autorität der Geschäftsführung garantieren. Wir wollen sicherstellen, dass ihr seitens der Gesellschafter verlässlich das Vertrauen und die notwendigen Entscheidungsfreiräume eingeräumt werden, damit sie ihre Aufgaben erfüllen kann. Um nichts anderes geht es. Es wurde letzte Woche geschrieben, dass sich jetzt eine Machtfrage stellte auf Gesellschafterebene. Das ist nicht der Fall. Die Machtverhältnisse auf der Gesellschafterebene sind eindeutig geklärt und zwar noch von Spiegel-Gründer Rudolf Augstein. Das heißt: Die Mitarbeiter KG und G + J müssen zusammenwirken, idealerweise mit Augsteins Erben (24 Prozent). SZ: Sie haben sich schnell für Mario Frank stark gemacht. Sie finden, dass er Gutes leistet, dass der Spiegel-Verlag erfolgreich abgeschnitten hat 2007. Sie sehen keinen Grund, Frank abzulösen. Wissen Sie, was Frank vorgeworfen wird?
|
 |
vorherige Seite |
1 | 2 |
nächste Seite |
 |
|
Weitere Artikel
Hamburg sucht den Montagsmann
"Er genießt unser volles Vertrauen"
Die zwei an der Zankstelle
Verzweifelte Suche
Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren.
Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren.
In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden.
Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.
|
|
|
Jede Woche rezensieren wir ein Internetvideo - donnerstags um elf Uhr.
|
|
Diese Frau macht Sie verrückt. Denn sie dreht sich in beide Richtungen zugleich.
|
Das Weblog als öffentliches Tagebuch im Internet wird immer populärer: 50 Millionen Blogs gibt es auf der Welt. Sie sind ein Portal zur freien Meinungsäußerung, Frustventil, Meinungsmacher und zunehmend auch Werbe-Plattform.
mehr...
|
Wir haben Bushidos Biographie wirklich gelesen - und zeigen die besten Seiten von Mamis ganz hartem Kerl.
|
 |
Wir waren viel im Netz unterwegs und haben nur das Beste gesammelt - die 100 witzigsten Bilder. Willkommen im Louvre des Lachens.
|
 |
Seit 1979 teilt das Satiremagazin nach allen Seiten aus - die besten "Titanic"-Cover.
|
 |
Wir wissen, Sie sehen das nicht gerne, aber Sie müssen sich der harten Realität stellen: Junge Frauen in Hollywood - hier die Bilder.
|
 |
...der klebt vorm Golf. - Nie war Nostalgie lustiger als in unserer Galerie der besten "Alle Kinder"-Witze.
|
 |
Unsere Galerie des Schreckens zeigt die schlimmsten Plattencover aller Zeiten. Schicken auch Sie uns Ihre Lieblings-Horror-Hüllen!
|
 |
Jugendslang, aussterbende Wörter, Anglizismen und Latein im Alltag: unsere Galerien des Sprachwitzes.
|
 |
"Sohn! Ich habe deine Disketten sortiert", sagte die Mutter des Computerfreaks. Die 30 witzigsten letzten Worte.
|
ANZEIGE
 |
Kinder. Freude. Schenken. 10 musikalische Erzählungen für Kinder.
|
 |
Spannende Entdeckungsreise in die Welt der Kunst
|
 |
Große Erzähler. Große Gefühle. Die SZ Hörbuch-Edition. Erleben Sie Literatur, wie Sie sie noch nie gehört haben!
|
|